Leben wie ein Inuit­­­ – Wir bauen unser eigenes Iglu

Winterabenteuer im Schwarzwald

Umut, den Outdoorspezialist aus dem Schwarzwald, lernte ich durch meine Agentur “graphik-pool” kennen. Beim Zuhören seiner spannenden Erlebnisse, welche er selbst als Outdoorguide immer wieder miterlebt, packte mich der Hype mit meinem Team + Familien dabei zu sein“. Einen Tag zu erleben der für mein Team und mich, unvergesslich und vor allem abenteuerlich werden sollte.

Diesen Voraussetzungen möchte ich mich einfach zu gerne mal stellen. Und warum da noch lange warten? Auch im kalten Winter, bei schneebedeckten Wäldern und Wiesen, mag doch sicher das ein oder andere Erlebnis auf uns warten? Zwischen Schneewanderung und Iglubau entschied ich mich doch gerne für den Workshop, ein eigenes „Häusle“ zu bauen. Denn für ein vollkommenes Erfolgserlebnis zähle ich besonders diese Dinge dazu, welche sich am Schluss sehen, anfassen und besonders positiv auf mich wirken lassen. Und da auch bei diesem Iglubau Workshop unsere Kids mit ihren flinken Kinderfüssen ideal mit eingebracht werden können, konnte ich diesem Angebot einfach nicht widerstehen. Natürlich ist es dann auch am schönsten, diese Gefühle wenn man etwas gemeinsames erschaffen hat, mit den Menschen zu teilen die einem auch im Alltag als starkes Team zur Seite stehen.

Wie baut man ein Iglu wie die Inuits?

Los ging es an einem beispielhaften, eisig kalten Wintertag. Das Thermometer brachte es auf klirrende minus 11 Grad. Zuerst von trüben Nebel und windigen Zügen begleitet, erreichten wir unser Ziel. Angekommen am idyllisch gelegenen Waldesrand, in 1057 Höhenmeter gelegenen Schönwald im Schwarzwald, begrüßte uns auch schon im strahlenden Sonnenschein und blauen Himmel voller Erwartung unser Guide Umut von Bora Outdoorsports.

Doch wie baut man jetzt eigentlich ein Iglu? Nach einem kleinen Theorieteil ging es auch schon ran ans Vergnügen und unser erstes Ziel war gesetzt: Rund 80 Blöcke aus vereistem Schnee, in haargenauer Größe von 60 x 40 x 16 wurden benötigt, um daraus gleich zwei übernachtungsfähige Iglus zu bauen. Mit Meterstab, Sägen und grandioser Teamwork schafften wir es schon nach knapp zwei Stunden auf überraschende 100 Blöcke.  Und ganz nebenbei stampften uns die Kinder mit Schneeschuhen den Grundriss für die Iglus platt. So wurden auch die kleinsten Füße warmgehalten. Ganz zu schweigen von der Laune, denn jetzt packte uns erst Recht die Motivation aus diesen Klötzen ein Bauwerk zu schaffen.

Aber wie wäre es mal zwischendurch mit einer kleine Stärkung? Keine Frage, nach der ersten, doch anstrengenden Arbeit knurrt der Magen schon ein wenig. Denn Glühwein, Kinderpunsch und leckerer Butterzopf lässt auch uns, selbst bei Minusgraden nicht kalt. Der ganz in der Nähe liegende Höhengasthof Löwen-Escheck bietet für hungrige Iglubauer eine passende Terrasse zur Stärkung zu Verfügung.

Mit einem eingespielten Team und einer Machete ist alles möglich!

Gut gestärkt machten wir uns wieder ans Werk. Jetzt war nicht nur unser Körpereinsatz gefragt, sondern auch das genaue setzen und zurechtschneiden der Klötze war der Grundbaustein aller Bausteine. Ein mittig gesetztes Seil diente zur Kontrolle ob auch wirklich alles im richtigen Radius stand. Denn wie wir alle wissen, sind Iglus rund und nicht eckig. Doch dies war leichter gesagt als getan. Sechs fleißige Hände waren nötig um das Iglu, Klotz für Klotz zu fixieren. Das ein oder andere Mal griff uns Umut hilfsbereit unter die Arme und schnitt mit der Machete perfekt passende Eisklötze zu. Und siehe da, es nahm Gestalt an: Unser Kunstwerk kreiste sich ringsum in Eismauern ein und zu guter Letzt stand es da. Dank, unserer unverwechselbaren Teamwork, hatten wir ein bewohnbares Bauwerk geschaffen, unser eigenes Iglu. Herrlich rund und Schneeweis, geprägt von motivationsvoller Schweißarbeit und Freude am gemeinsamen Projekt. Noch mit letzten Schaufelhieben einen unterirdischen Eingang gebuddelt und schwupps di wupps ließen die Kids es sich nicht nehmen, als erstes das Igluinnere zu bestaunen. Unfassbar und voller Glück schwirrten sie zwischen Iglu und dem Freien umher. Auch wir „Großen“ trauten uns durch den engen Eingang hinein. Und es hat sich wahrhaftig gelohnt. Die Stille und die blau leuchtenden, gewaltigen Schneemassen waren mächtig beeindruckend. Ein unfassbarer Moment machte sich breit, zu sehn was man innerhalb weniger Stunden mit eigenen Händen sich zu erschaffen traut. Natürlich steigt der Spaßfaktor ungemein wenn man von einer gehörigen Portion Teamgeist begleitet wird.

Dieser Workshop hat sich allemal gelohnt. Und gerne werden wir dieses Iglubau-Projekt wieder in Angriff nehmen. Beim Einbruch der Dunkelheit und noch eisigeren Kälte ließen wir den erlebnisreichen Tag in geselliger Runde ausklingen und genossen das Gefühl, ein kleines Wunderwerk in lustiger und motivationsvoller Teamwork von „groß bis klein“ vollbracht zu haben. Hier könnt ihr unseren Tag als kleinen Zeitraffer miterleben.

Hat auch Euch die Lust gepackt ein Iglu zu bauen oder sogar in einem selbstgebauten Iglu zu übernachten, so findet ihr hier weitere Informationen und Angebote. Hier findet ihr auch weitere, tolle Aktionen zu jeder Jahreszeit, für alle Outdoorfreaks die Bewegung und Aktion lieben. Wir bedanken uns von Herzen bei unserem Guide Umut und freuen uns darauf wieder einmal einen tollen Tag mit ihm zu erleben.

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