Mit einer Gans zum Sankt Martinsumzug

Der Brauch der Martinsgans

Sankt Martin steht vor der Türe und zwischen dem Laternenbasteln im Kindergarten und Lieder einstudieren haben wir uns auf die Recherche nach dem Brauch der Martinsgans gemacht. Woher kommt er, der Brauch der Martinsgans und wieso wandern genau am 11. November so viele Gänse in die Bratröhre? Wieso haben wir eine Gans im Kindergarten gebastelt und wandern mit dieser am Montag zum Sankt Martinsspiel?

Sankt Martinsumzug

Der Legende nach drängte das Volk trotz Vorbehalt des Klerus und gegen den Willen Martins darauf, ihn zum Bischof zu weihen. Allerdings hielt dieser sich für unwürdig ein solch hohes Amt anzutreten und versteckte sich im Gänsestall. Als die Gänse jedoch aufgeregt zu schnattern begannen, wurde Martin gefunden  und konnte geweiht werden.

Nicht ganz so spannend für die Kleinen aber vermutlich eher darauf zurückzuführen ist die historische Bedeutung des 11. Novembers. Dann nämlich, beginnen die 40 Tage Fastenzeit vor Weihnachten. Dies war damals der Termin für Pachtzahlungen – oft auch in Form einer Gans. Außerdem war es eine Zeit des Wechsels. Während Mägde und Knechte eingestellt wurden, verabschiedete man sich vom Feld-Gesinde mit einer Gans als Dank für die getane Arbeit.  Der Martinstag war vergleichbar mit dem heutigen Kündigungstermin.

Zum Einstimmen haben wir für euch ein paar aktuelle Sankt Martinslieder zusammen gestellt und freuen und schon auf die vielen Lichter die am Montagdurch die Straßen ziehen.

Sankt Martin

Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind,
sein Ross, das trug ihn fort geschwind.
Sankt Martin ritt mit leichtem Mut,
sein Mantel deckt ihn warm und gut.

Im Schnee saß, im Schnee saß,
im Schnee, da saß ein armer Mann,
hat Kleider nicht, hat Lumpen an:
„Oh helft mir doch in meiner Not,
sonst ist der bittre Frost mein Tod!“

Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin zieht die Zügel an,
sein Ross steht still beim braven Mann.
Sankt Martin mit dem Schwerte teilt
den warmen Mantel unverweilt.

Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin gibt den halben still,
der Bettler rasch ihm danken will.
Sankt Martin aber ritt in Eil
hinweg mit seinem Mantelteil.

Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin legt sich müd zur Ruh,
da tritt im Traum der Herr hinzu.
Er trägt des Mantels Stück als Kleid,
sein Antlitz strahlet Lieblichkeit.

Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin sieht ihn staunend an,
der Herr zeigt ihm die Wege an.
Er fährt in seine Kirch’ ihn ein
und Martin will sein Jünger sein.

Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin wurde Priester gar
und dient fromm an dem Altar.
Das ziert ihn wohl bis an das Grab,
zuletzt trug er den Bischofstab.

Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin, o du Gottesmann,
nun höre unser Flehen an.
O bitt für uns in dieser Zeit
und führe uns zur Seligkeit.

 

Ich geh mit meiner Laterne                        

Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir.
Dort oben leuchten die Sterne und unten,
leuchten wir.
Ein Lichtermeer zu Martins Ehr!
rabimmel- rabammel-rabum

Ich geh mit meiner Laterne
und meine Laterne mit mir.
Dort oben leuchten die Sterne und unten,
leuchten wir.
Laternenlicht, verlösch mir nicht!
rabimmel- rabammel-rabum

Ich geh mit meiner Laterne
und meine Laterne mit mir.
Dort oben leuchten die Sterne und unten,
leuchten wir.
Mein Licht ist aus, ich geh nach Haus.
rabimmel- rabammel-rabum

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Laternenumzug © Fotofreundin – Fotolia.com

 

 

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