Kindersitze – Rückwärts, vorwärts oder doch beides?

Natürlich war ich auch der Kind + Jugend hin und weg von Kinderwägen im Vintage-Design, von quietschebunten Spielsachen und von zuckersüßen Accessoires. Aber was eigentlich das alltägliche Leben mit Kleinkindern bestimmt ist die Sicherheit. Darum marschierte ich erst einmal zielstrebig auf den großen Stand von Britax Römer zu.

Ein Unternehmen welches ich nicht nur auf Grund der sympathischen Kontaktaufnahme zur Zielgruppe (und damit auch zu Mamiblogs) schätze, sondern auch, oder vor allem, auf Grund der Qualität des angebotenen Sortiments. Auf über vier Jahrzehnte Erfolgsgeschichte kann Britax Römer heute zurückblicken, denn seit über 40 Jahren steht das Unternehmen für mehr Kindersicherheit im Straßenverkehr.

Dass Sicherheit und der optimale Schutz von Kindern bei Britax Römer an erster Stelle stehen, zeigt auch die Tatsache, dass das Unternehmen als einer der wenigen Anbieter der Branche über hauseigene Crashtest-Anlagen verfügt, wie sie auch in der Automobilindustrie zum Einsatz kommen.

dualfix

Wenn dann der Tag gekommen ist, an dem mit den Minis durch die Weltgeschichte gefahren wird, muss erst mal gründlich überlegt werden. Bei der Entscheidung zum richtigen Sitz stehen Eltern heute vor einer großen Herausforderung – vorwärts gerichtet, rückwärts gerichtet, Isofix, 5-Punkt-Gurt, neu, gebraucht, gruppenübergreifend?

Ziemlich viele Entscheidungen die hier getroffen werden sollen. Und auch ziemlich viel Geld, das in hier investiert werden kann. Doch ich denke der Aufwand lohnt sich – denn in einem guten und passenden und auch vor allem richtig eingebauten Sitz sinkt das Verletzungsrisiko von Kindern drastisch gegenüber solchen, die gar nicht oder falsch gesichert sind. Und schließlich wollen wir alle uns möglichst Bestes für den Schutz der Kleinsten im Straßenverkehr geben. Der Kindersitzexperte Richard Frank von Britax Römer, Leiter Entwicklungsabteilung, gibt hilfreiche Tipps für die Entscheidungsfindung, die ich hier gerne zitiere:

1) Worauf sollten Eltern beim Kauf von Kindersitzen achten?
Richard Frank: Grundsätzlich sollte man sich beim Kauf eines Kindersitzes umfassend im Fachhandel beraten lassen. Um den optimalen Sitz für Ihr Kind zu finden, sind darüber hinaus mehrere Kriterien entscheidend. Als einer der ersten Schritte, sollte man sich mit den Gruppen befassen, die nach Gewicht eingeteilt sind. Auch der Fahrzeugtyp, die Art der Befestigung sowie das Nutzungsverhalten sollten in die Überlegungen mit einbezogen werden.

2) Rückwärts oder vorwärts gerichtete Kindesitze? Diese Frage beschäftigt immer mehr Eltern auch in Deutschland.
Richard Frank: Auch hier muss ganz individuell entschieden werden. Das hängt von individuellen Faktoren, wie dem Fahrzeugtyp oder der Verwendung des Kindersitzes ab. Unser europäisches Gesetz (ECE R 44 Norm) schreibt vor, dass Kinder bis 9 kg in rückwärts gerichteten Systemen transportiert werden müssen, um den empfindlichen Kopf- und Rückenbereich der Babys im Falle eine Unfalls besser zu schützen. Wir bei Britax Römer empfehlen die rückwärts gerichtete Babyschale so lange wie möglich zu verwenden, nämlich bis zu einem Gewicht von 13 kg bzw. bis der Kopf des Kindes aus der Schale hinausragt. Alternativ können Kinder auch in erweiterten rückwärts gerichteten Kindersitzen sogar bis 25 kg transportiert werden.

3) Warum rückwärts gerichtet?
Richard Frank: In der rückwärts gerichteten Position werden die Kräfte bei einem Frontalaufprall gleichmäßig auf Kopf, Hals und Oberkörper des Kindes verteilt und die Rückbank des Kindersitzes abgeleitet. Das würde natürlich auch für erwachsene Fahrzeuginsassen gelten, wenn es möglich wäre, sie rückwärts sitzen zu lassen. Britax Römer rät Eltern, dass sie ihre Kinder so lange entgegen der Fahrtrichtung transportieren sollten, wie es für das Kind möglich ist und mit dem Auto und Lebensstil vereinbar ist.

4) Was muss man noch beachten?
Richard Frank: Auf keinen Fall darf ein rückwärts gerichtetes System auf einem Beifahrersitz mit aktivem Airbag verwendet werden. Bei der Montage auf dem Rücksitz kann es aber dazu kommen, dass der Beifahrersitz sehr weit nach vorne geschoben werden muss. Eine ordnungsgemäße Sitzposition ist dann auf diesem Sitzplatz nicht mehr gewährleistet. Vor dem Kauf von rückwärts gerichteten Kindersitzen für Kinder über 13 kg muss deshalb unbedingt ein Einbauversuch im eigenen Fahrzeug durchgeführt werden.

Mein Liebling auf der Messe in Sachen Kindersitze ist der “DUALFIX” von Britax Römer. Ein ganz besonderer ISOFIX Kindersitz der Gruppe 0+/1. Das Multitalent kann um 360° gedreht werden und sowohl rückwärts als auch vorwärts gerichtet verwendet werden. Natürlich ist durch die Drehung (siehe oben im Bild) auch ein viel einfacheres Platzieren des kleinen Fahrgasts möglich. Ich kenne dieses Problem von Maxi, vor allem seit er etwas mehr wiegt. Beim DUALFIX kann der Sitz zur Platzierung einfach entsprechend gedreht werden.

Der Sitz ist für die Kleinen bis zu ca. 4 Jahren (oder 18 kg) nutzbar. Daher ist der stolze Preis von knappen 500,00 € auch wirklich gerechtfertigt. Der Seitenaufprallschutz, das ISOFIX-Verankerungssystem und das 5-Punkt-Gurtsystem hab’ ich ja noch gar nicht erwähnt…

Alle Infos zum Sitz findet ihr natürlich direkt bei Britax Römer. Zu kaufen gibt es den DUALFIX zum Beispiel bei Baby-Markt.de.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.