Baby an Bord – Tipps und Tricks rund ums Fliegen mit Babys

© Hannes Eichinger - Fotolia.com
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“Wir müssen uns jetzt noch “schnell” überlegen wohin wir noch alles reisen wollen. Noch ein bisschen Abenteuer und ein paar Langstreckenflüge müssen es schon noch sein, bevor Nachwuchs kommt.” So oder so ähnlich hört sich mein Liebster seit einiger Zeit an. Wir lieben es zu verreisen und ein bis zwei Reisen in die weite, weite Ferne wie beispielsweise nach Australien, Thailand oder auf die Malediven muss im Jahr schon drin sein. Ganz zu schweigen von Kurztrips auf die Balearen, Kanaren oder oder oder. Wird sich das schlagartig ändern wenn wir mal ein Baby haben? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

Der Kleine von Steffi wird im November 2 Jahre alt und in exakt einer Woche steht ihm sein erster Flug bevor. Mittlerweile ist er natürlich kein “Schlafbaby” mehr. Er ist quiklebendig und saugt alles Neue mit großen Augen in sich auf. Wir sind schon alle ganz gespannt auf den ersten Familienurlaub mit dem Flugzeug. Wie wird er reagieren…wie kommt er mit dem Druckwechsel zurecht? Steffi und ich flogen auch bereits als kleine Kinder, ich das erste Mal mit ebenfalls knapp 2 Jahren auf die Balearen. Das soll der Kleine jetzt auch erleben. Die Flugzeit beschränkt sich ja auf knappe 2 Stunden. Für den ersten Flug sicher perfekt, oder?

Ich habe mal ein wenig (an die 3 Stunden) recherchiert und konnte nützliche Tipps für den Flug mit den Kleinsten finden und auch viele Diskussionen um den sogenannten “Loop-Belt” finden.

Vorweg möchte gesagt sein, dass der Loop-Belt, das ist der Zusatzgurt für Kleinkinder, die noch keinen eigenen Sitz im Flugzeug haben, am Gurt der Mama bzw. des Flugbegleiters eingehängt wird, natürlich in Extremfällenkeinen ausreichenden Schutz für die Minis bietet und natürlich auch in die eigenen Weichteile einschneiden kann. ABER bevor wir jetzt hier in Wutanfällen auf die Fluggesellschaften ausbrechen, oder diese Schreckensbilder nicht mehr aus dem Kopf bekommen möchte ich zitieren:

“(…) goße Angst bedeutet nicht immer auch große Gefahr. In Europa ist, soweit bekannt, in den letzten zehn Jahren kein einziges Kind in einem Schlaufengurt auf dem Schoß der Eltern zu Schaden gekommen. Dass es passieren kann, hat der TÜV Rheinland im Crashtest bewiesen. Doch nachgestellt wurde dort der Extremfall: eine Notlandung mit Zusammenstoß. Wie viele Erwachsene hätten den unversehrt überstanden?” via. Hier gibt es natürlich immer Pro- und Cintra Argumente zum Fliegen mit den Kleinsten.

Natürlich erlauben bzw. “dulden” es auch einige Fluggesellschaften einen eigenen Sitz für die Kleinen zu kaufen und dort einen extra für das Flugzeug zugelassenen Kindersitz anzubringen. Für Vielreiser empfiehlt sich also beim Kinderistz-Kauf bereits auf diese Zulassung zu achten. Besonders empfehlenswert sind die Fluggesellschaften LTU und Condor! Bei LTU,  sind Autokindersitze der Firmen Luftikid und Maxicosi gestattet, bei Condor sind die Kindersitze Römer King Baby-Safe (plus), Römer King Quickfix, Maxicosi Mico und Luftikid erlaubt. Der dazugehörige Sitzplatz kann übrigens zum Kindertarif gebucht werden. Auch hier ist eine vorherige Anmeldung von mindestens fünf Tagen vor Abflug notwendig.

© PictureArt - Fotolia.com

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Wer noch mehr zum Thema “Sitzen im Flugzeug” lesen möchte, kann sich zum Beispiel hier informieren.

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Und nun die weiteren Tipps für’s Baby an Bord, welche wir uns zu Herzen nehmen:

  • Es empfiehlt sich bereits am Vortag für die Familie einzuchecken. Das geht bei den meisten Fluggesellschaften bequem im Internet. Dort können dann die besten Plätze ausgewählt werden und auf dem Flughafen wird eine Menge Zeit gespart
  • Buggys können entweder als Sperrgepäck oder erst ganz zum Schluss beim Einsteigen ins Flugzeug an das Bordpersonal abgegeben werden.
  • Experten aus dem Gesundheitswesen und der Flugtechnik bestätigen: Selbst kleine Babys vertragen auch längere Flugreisen sehr gut und dies bereits in den ersten Lebenswochen
  • Bei Erkältungen sind die Ohren der Minis besonders empfindlich – hier helfen Nasentropfen für Babys aus der Apotheke
  • Stillen oder Fläschchen während des Starts und der Landung helfen dem Baby beim Druckausgleich – durch das Schlucken wird dieser automatisch ausgeglichen. Wer trotzdem noch Angst um die Ohren der Kleinen, oder um die eigenen macht, kann sich in der Apotheke spezielle Ohrenstöpsel für den Flug besorgen. Zum Beispiel von der Marke “SANOHRA” mehr Infos hier.
  • Das Bordpersonal stellt übrigens kostenlos Wasser und Tee für’s Fläschchen und erwärmen auch gerne die ein- oder andere Breimahlzeit
  • Feuchttücher und Windeln gehören auf jeden Fall ins Handgepäck. Eine Wickelmöglichkeit ist in den Waschräumen des Flugzeuges gegeben. Es empfiehlt sich also eine Sitzreihe in der Nähe des WCs zu belegen.
  • Als Kleidung empfiehlt sich der bequeme “Zwiebel-Look” mehrere Schichten halten im klimatisierten Flugzeug warm und verhindern das Schwitzen beim Ankommen im Urlaubsort. Auch ein Ersatzshirt für Baby und Mama ist sinnvoll, denn schnell ist mal der Tee o.ä. im engen Flugzeug umgekippt.
  • Für ausreichend Unterhaltung sorgen, denn an Schlafen ist vor Aufregung oft nicht zu denken. Sinnvoll sind neben dem Lieblingskuscheltier auch Mal- und Bilderbücher, ein iPad mit Kinderspielen (hier gehen keine Kleinteile verloren) oder Hörbücher für Kinder ab drei Jahren.
  • Es empfiehlt sich außerdem, vor allem bei Reisen außerhalb der EU, alle Reisedokumente (Reisepass, Kinderausweis etc.) zu kopieren bzw. zu scannen und diese auf einem USB Stick mitzunehmen. Es gibt keine schlimmere Horrorvorstellung als die Dokumente nicht mehr zu finden und mit den Kleinen einen Behördenkampf im Reiseland auszuüben.

Abschließend kann ich sagen, wer sich all das als Eltern zutraut und die Reise nicht schon im Voraus zu kompliziert macht, für den ist die Reise mit dem Flugzeug auf jeden Fall sogar entspannter, als die 5 Stunden Autofahrt an die Nordsee. Selbst auf den Malediven haben wir Familien aus Deutschland und der Schweiz mit teilweise vier bis fünf Kleinkindern zwischen einem und elf Jahren gesehen. Es ist also alles möglich und scheint keine Qual sondern eine Freude für die Kleinen zu sein. Denn leider passiert auf den Straßen immer noch viel mehr als in der Luft. In diesem Sinne. Frohes Reisen, wir freuen uns auf den ein oder anderen zusätzlichen Tipp aus euren Erfahrungen.

Kleine Idee am Rande: Wir gestalten seit etwa 2 Jahren von jedem Urlaub unser ganz eigenes Buch mit Blurb. Es gibt für mich nichts Schöneres als diese Erinnerungen stilvoll festzuhalten…denn sonst werden die Bilder auf irgendeiner CD oder im PC dann doch vergessen.



Shark 300

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