Sternenkinder

Bild via unn0ticed.tumblr.com
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Wie drückt man Eltern sein Mitgefühl aus die Ihr Kinder verloren haben? Vor dieser schweren Frage standen mein Mann und ich. Es sind keine engen Bekannten oder Verwandten, aber wir fühlten uns so betroffen als ob sie es wären, wir fühlten die Angst die wir selber während der Schwangerschaft und Geburt unseres Sohnes hatten, die Angst die man später als das größte Glück bezeichnen kann wenn alles gut ging. Es geht um die Kinder deren Herz wir schon hörten, deren Bewegungen wir spüren durften, auf die wir uns so sehr gefreut haben, aber dessen Körper entschieden hat es auf diese Welt nicht zu schaffen. Ein Kind zu verlieren, egal ob durch Fehlgeburt, Frühgeburt, Totgeburt oder auch erst im Kindesalter ist wohl das traurigste und schmerzhafteste was man erfahren kann.

Ich war lange unsicher ob ich einen Artikel darüber schreiben soll. Ob das Thema in unseren Blog passt. Aber auch für diese Eltern möchten wir da sein, ihnen mitteilen dass viele Menschen mitfühlen, ihnen Kraft schenken möchten und offen sind darüber zu sprechen. Auch das habe ich den betroffenen Eltern geraten: sprecht darüber, verschließt euch nicht. Versucht einen Weg der Trauer zu finden die auch einen Weg zu eurem verlorenen Kind aufbaut. So kam ich auf den Gedanken ihrem verlorenen Kind einen Stern zuzuweisen, einen der besonders hell leuchtet und den sie immer sehen. Ihr Sternenkind hat immer einen festen Platz in ihrem Leben, eine Geschichte, ein Tagebuch mit noch wenigen, aber bedeutenden Seiten.

Bild via unn0ticed.tumblr.com

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Im Netz gibt es natürlich viele Seiten die betroffenen Eltern Hilfestellung und Austauschmöglichkeiten bieten. Auch die Seite sternenkinder-eltern.de soll die Suche nach passender Hilfe vereinfachen und bietet Kontaktstellen für betroffene Eltern an. Bewegend ist auch die Klinikaktion der Schmetterlingskinder mit Erfahrungsberichten von Hebammen und Ärzten die viel zu oft die Tränen für die Sternenkinder begleiten müssen.

3 Comments

  • Avatar Silke sagt:

    Ein wirklich toll geschriebener Beitrag. Ein paar Tränchen musst ich gleich mal wegdrücken.
    Reden kann wirklich helfen, denn man stellt sich doch Fragen, welche einen verrückt machen können wenn man mit niemandem drüber spricht. Jedoch verarbeitet wohl jeder einen solchen Verlust auf seine Art und Weise.

  • hallo ,
    erst mal ein großes lob und danke an den richtig schön geschriebenen artikel…
    mir ist es nun von mittler weile 3 jahren auch passiert das meine tochter in der 17. woche tod geboren worde… ich fühl noch immer diesen wahnsinnigen schmerz die lerre die mich erfüllt hat….. lange konnte mich nichts aufmuntern ich konnte den anblick glücklicher eltern nicht ertragen und ich hatte auch alles sofort verbannt was mich an diese grausame sache erinnerte…. aber nix half… erst als vor einem jahr meine kleine enkeltochter geboren worde änderte sich das…. ich sah das leben aus einer anderen sicht…. und ich dank jeden tag aufs neue das die kleine gesund und munter ist und ich liebe sie mit meiner ganzen kraft und seh in ihr auch ein kleines bissel meines kindes was da oben im himmel auf uns herabschaut…..

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